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In der Zusammenarbeit liegt die Stärke: Sprachkurse für ukrainische Geflüchtete im Beringerheim Tutzing sind erfolgreich gestartet

Erstellt von Christine Loibl |

Seit Mai ist das Beringerheim Tutzing Wohnort für 55 Geflüchtete aus der Ukraine. Für wie lange, wissen die Menschen aus der Ukraine nicht. Deshalb lernen sie engagiert die deutsche Sprache.

Sie ist ihr Schlüssel, um sich schnell und selbständig in Deutschland zurecht zu finden: Die Kinder in den Kindergärten und Schulen, die Erwachsenen, um arbeiten zu können. 
In Tutzing hat man schnell gehandelt: bereits im Juni starteten zwei Deutsch-Intensivkurse für die ukrainischen Geflüchteten im Beringerheim. Ein Vormittagskurs, den vor allem Mütter besuchen während die Kinder in Kitas oder Schulen sind, und ein Abendkurs. Die Kurse finden zwei- bis dreimal wöchentlich statt, jeder Kurs dauert drei bis vier Stunden. Die Kurse finden direkt im Beringerheim statt, die Kursleiterinnen kommen dazu ins Haus. Insgesamt werden derzeit 39 Geflüchtete aus der Ukraine unterrichtet. 

Möglich wurde die schnelle und professionelle Hilfe durch eine Public-Private-Partnership: die Volkhochschule Starnberger See hat die Kurse organsiert, sorgt für ausgebildete Sprachdozentinnen und einen Kursplan, der nach erfolgreicher Absolvierung zum Deutsch-Test für Zuwanderer und damit einem B1-Abschluss führt – eine wichtige Voraussetzung bei der Suche nach einem Arbeitsplatz. Unterstützt werden die Kurse von einem zivilgesellschaftlichen Akteur: Die Rotary Clubs Weilheim, Penzberg und Tutzing finanzieren die Sprachkurse, ermöglicht aus Spenden ihrer Clubmitglieder. 

Rotary Clubs sind Service Clubs: Dienst an der Gesellschaft und Unterstützung für Hilfsbedürftige sind die Kernaufgaben der Clubs. „Wir wollten eine sinnvolle Unterstützung für die in Tutzing lebenden Geflüchteten leisten“, sagt deshalb Siegfried Müßig vom Rotary Club Tutzing. Und „ohne die unbürokratische schnelle Hilfe aus der Bürgerschaft hätten wir die Kurse nicht so schnell anbieten können“, erklärt die Leiterin der VHS Starnberger See, Christine Loibl. Die Deutschkurse im Beringerheim Tutzing sind ein Best-Practice-Beispiel für die sinnvolle Kooperation einer öffentlichen Bildungseinrichtung und eines zivilgesellschaftlichen Akteurs.  

Die Nachfrage nach den Kursen ist groß. Wen die Volkshochschule nicht mehr aufnehmen kann, den versucht sie umgehend auf andere Deutsch- und Integrationskurse umzubuchen. Wegen der großen Nachfrage hat sie außerdem noch einen Alphabetisierungskurs im Beringerheim eingerichtet, der aber glücklicherweise über Landesmittel finanziert werden kann und seit dem 4.7. angeboten wird.


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Teilnehmende des Intensiv-Deutschkurses, rechts: Brigitte Grande, Vorstandsmitglied der VHS und Mitglied des Rotary Club Tutzing