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Ulrich Enzensberger: Lesung und Vortrag zur Geschichte der "68er"-Bewegung


Mittwoch, 17. Oktober an der vhs: Die Geschichte der Kommune I, autobiografisch dargestellt und erzählt von einem, der dabei war.

Neben Fritz Teufel, Dieter Kunzelmann, Rainer Langhans u.a. war Ulrich Enzensberger einer jener "Kommunarden", die in der Zeit, als die USA Vietnam erledigen wollten, mit dadaistisch-politischen Aktionen Westberlin verrückt machten. Die K I provozierte die von den Alliierten kontrollierte Front- und Mauerstadt und ihre Bewohner, die nicht wahrhaben wollten, dass die Deutschen den Zweiten Weltkrieg angefangen und verloren hatten.

Die westdeutsche Außerparlamentarische Opposition (APO), jahrzehntelang ein reizvolles Objekt wechselnder Gefühle - Hass, Bewunderung, Ekel, Sympathie und Verachtung - verschwindet im Nebel der Vergangenheit. 

Heute, so Enzensberger, verblasst die Erinnerung an die globale Jugendrevolte von 1968, begraben 1989 unter dem deutschen Mauerfall. Es ist höchste Zeit, so Enzensberger weiter, mit der Selbstbeweihräucherung Schluss zu machen, ohne dabei eine Armesünder-Miene aufzusetzen.

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Portrait von Ulrich Enzensberger

Ulrich Enzensberger, Copyright: Matthias Wild