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"Studium generale": Leben in Städten - früher, heute, künftig
"Studium generale": Leben in Städten - früher, heute, künftig

"Studium generale": Leben in Städten - früher, heute, künftig

Beginn Do., 02.12.2021 , 18:00 - 19:30 Uhr
Ende Do., 16.12.2021
Gebühr 0,00 €
Dauer 3 Termine
Leitung Dr. Anette Völker-Rasor
Kursnr. I1001
Ort Raum 23
Bahnhofplatz 14
Starnberg  
Dieser Kurs hat bereits begonnen oder kann online nicht gebucht werden. Bitte erfragen Sie in der Geschäftsstelle, ob eine Anmeldung möglich ist.

Bis zur Mitte dieses Jahrhunderts werden wohl 70% der Menschen in Städten leben. Das heißt: Wir werden Wohnraum zu schaffen haben, Infrastruktur mitentwickeln müssen, Fragen zu Energie, Ernährung, Mobilität und vielem mehr im Sinne von Nachhaltigkeit und Klimaneutralität bestenfalls geklärt haben. Bei all dem wäre es wünschenswert, es würden 'Städte für Menschen' entstehen, wie sie sich der dänische Stadtplaner Jan Gehl wünscht. Anlass genug, genauer hinzusehen, mit welchen Wohn- und Lebensmodellen wir in unseren Städten aufgewachsen sind, welche wir derzeit im Entstehen beobachten, und wie wir zur Gestaltung der Zukunft beitragen können.

Die Vortragsreihe über unsere Wohn- und Lebensformen seit Beginn des 20. Jahrhunderts gliedert sich in drei Teile. Die Entwicklung 'Von der Gartenstadt zur Schlafstadt' beginnt mit Antworten auf die Wohnungsnot ab der Zeit des Ersten Weltkriegs und spannt sich über so bekannte Großsiedlungen der Weimarer Zeit wie etwa der 'Borstei' in München bis hin zur wechselhaften Geschichte der 'Neuen Heimat', die 1982 jäh endete. Die Erscheinungsformen der 'Trabanten-', 'Satelliten-' oder auch 'Entlastungsstadt' werden so unterschieden.
Im zweiten Vortrag werden 'Stadtprojekte mit Vision seit der Jahrtausendwende' vorgestellt. Dabei wird die Frage, wie Städte sich Richtung Nachhaltigkeit und Klimaentwicklung hin entwickeln können, an Beispielen wie etwa Europas größter Passivhaussiedlung, 'Bahnstadt Heidelberg', im Einzelnen erläutert. Für die Frage, wie wir unsere Lebensformen auch dem demographischen Wandel anpassen können, ist eigens ein Interview mit der Dokumentarfilmerin Susan Gluth geführt worden, um das Modell einer reinen Seniorenstadt in Amerika erörtern zu können.

Im Vortrag 'Netzwerke, Fahrradstädte, Stadtgrün' geht es schließlich um Formen politischer Arbeit, mit denen jede*r dazu beitragen kann, dass das Leben in Städten künftig nachhaltig gestaltet und neuen Erfordernissen angepasst wird. Politische Aktionsformen sind dabei ebenso Thema wie etwa ein detaillierter Blick auf die Maßnahmen einzelner Fahrradstädte zugunsten einer Verkehrswende einerseits und eine Darstellung verschiedenster Begrünungsformen von Städten zugunsten einer ökologischer geprägten Lebensumgebung andererseits.

Die Ausführungen werden jeweils von reichhaltigem Bildmaterial wie auch von Lektüretipps begleitet. Von der Zeitplanung her sind sie auf 60 min angelegt, dazu 30 min für die Diskussion. Denn selbstverständlich dient solch ein Vortrag immer als Impuls für die sich anschließenden Fragen: Welche Bedeutung hat meine Wohnform - die von früher, die von heute - für mein Leben? Welche Form wünsche ich mir für die Zukunft? Welche für mich, welche für unsere Gesellschaft? Ein Austausch mag helfen, die Entwicklung der eigenen Umgebung kenntnisreich zu begleiten.

Die Veranstaltungsreihe wird gefördert vom Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus.

Begrenzte Teilnehmerzahl.

Termine

  • 02. Dez. 2021, 18:00 - 19:30 Uhr
  • 09. Dez. 2021, 18:00 - 19:30 Uhr
  • 16. Dez. 2021, 18:00 - 19:30 Uhr